Bukarest, die unbekannte Schöne

     
 

Waren Sie schon mal in Bukarest?

Noch nicht? Sie haben da was verpasst! Die rumänische Hauptstadt erwacht gerade ganz langsam aus ihrem Dornröschenschlaf. Richtig schön ist die zwei Millionen Metropole nicht, der Charme ist oft leicht morbid. Man kann erkennen, wie schön Bukarest gewesen ist und wie schön es wieder werden kann. Die Innenstadt ist von der größenwahnsinnigen Architektur Ceaucescus zwangsdominiert. Nicht nur der Parlamentspalast, das zweitgrößte Gebäude der Welt nach dem Pentagon, stammt vom Conducator, sondern viele andere ähnlich gigantomanische Bauwerke wie das "Museum der Nation", derzeit noch eine Ruine oder das Gästehaus der Regierung, dessen mittleren Teil nun das Marriott mit über 400 Zimmern belegt. Die alte Innenstadt Lipscani ist vergammelt und doch ziemlich charmant und voller Überraschungen.

Click for Bucharest, Romania Forecast

Anreise: Bukarest wird unter anderem von den Billigfliegern Germanwings, BlueAir, MyAir, WizzAir, SkyEurope, Easyjet und Clickair angeflogen. Daneben bieten bei ausreichend Vorbuchung auch die Linienflieger Lufthansa, Malev, Austrian, Air France, Czech Airlines, KLM und die rumänischen Tarom oft gute Preise .Bei Opodo oder LTURfly kann man gut die Preise vergleichen . Der moderne Flughafen Otopeni, für 114 Millionen Euro gerade erneuert, hat keinen Dutyfree Shop, Zigaretten (15 Euro/Stange) in der Innenstadt kaufen. Tipp: Am Flughafen stehen die regulären Taxen nicht vor dem Ausgang, da steht die Taxi-Mafia, sondern um die Ecke, wo die Linienbusse verkehren. Und natürlich die Schlepper ignorieren! Die Taxifahrt in die Innenstadt kostet ca. 15 Euro und dauert 30 bis 45 Minuten. Lesen Sie auch die Rubrik Taxi.

Bettler: Ethische Minderheiten betteln teilweise sehr aggressiv, ignorieren Sie diese einfach. Fangen Sie auch kein Gespräch an, Sie werden Ihr Gegenüber nicht mehr los. Oft sieht man auch alte Menschen, die schüchtern an einer Ecke stehen und den Hut aufhalten. Geben Sie diesen Menschen etwas, sie erhalten nach einem arbeitsreichem Leben nur eine Minirente und müssen nun noch auf der Strasse stehen, um nicht zu verhungern. Anders als bei den ethnischen Minderheiten, die prinzipiell meinen, es wäre zu wenig, freut man sich hier über jede Münze.

Busse und Bahnen: Bukarest hat ein gut ausgebautes Netz von Bussen, Oberleitungsbussen (Trolle Buz), Straßenbahnen (Tranvai) und eine Metro mit vier Linien. Ein Ticket, muss vorher an einem Verkaufsstand der RATB gekauft werden - man erkennt die kleinen Kioske an den "Orange" Schildern, kostet für eine Fahrt derzeit 7000 ROL (0,20 Euro), beim Umsteigen muss ein neues Ticket entwertet werden. Die Metro gehört nicht zur RATB und die Tickest kosten 8000 ROL, man hat mindestens 2 Tickets zu kaufen. Der öffentliche Nahverkehr ist oft hoffnungslos überlastet, d.h. die Busse sind besonders zu Spitzenzeiten überfüllt. In Bussen und Bahnen wird auch kräftig geklaut, besonders von ethnischen Minderheiten. Wenn irgendwo Krawall ist, halten Sie Ihre Wertsachen gut fest!

Cafes: Eine gute Latte Macchiatto oder ähnliches erhalten Sie selten, gut ist sie im La Strada, der Terrasse vom Hilton. Auch keinen wirklich Cappuccino, der wird mit Sahne serviert und ist häufig ein "Filtru", ein Filterkaffee mit Sahnehäubchen. Zustände wie in der DDR Anfang der 90er ;-) - Aber es bessert sich! :-)
In besseren Läden gibt es aber Espresso, bzw. verlängerten Espresso. Nett sitzt man im NovaBrazilia, aber zu deutschen Preisen (Petit Fours 2 Euro/Stück). Mit das beste Gebäck erhält man im Marriott Cafe, im ersten Stock des Hotels. Ein Hit bei den Einheimischen ist "Ines" am Metro Obor (Mosilor Ecke Stefan cel mare). Ines bietet neben Döner, Burger und Pizza, die man dort nicht zu essen braucht, eine riesige Palette von leckeren Kuchen und Gebäck an. Das Stück Kuchen kostet 0,50 Euro, ein frischer O-Saft (0,2l) 1,20 Euro. Nur der Kaffee ist wieder mal ein Problem, alle Spezialitäten sind mit Sprühsahne, Espresso ist noch am besten (0,70 Euro).

Essen gehen: Die rumänische Küche ist durchaus eine schmackhafte Küche, die sich jedoch häufig durch zuviel Fett und immer riesige Portionen auszeichnet. Sie ist wenig elegant, aber es gibt Gerichte, die es bei uns nicht auf der Speisekarte gibt, z.B. sehr viel Innereien. Wer auf Nummer sicher gehen will, bestellt ein Schweine- oder Rinderfilet (ca. 8-10 Euro in besseren rumänischen Restaurants).
Die Zutaten sind nicht mehr überall "Öko", Pestizide sind zwar teuer, aber die Agra-Mafia ist auch in Rumänien auf dem Vormarsch. Leider ist aber das sehr schmackhafte Gemüse fast immer komplett zerkocht. Für ein großes Menü reichen p.P. in der Regel 15 Euro inkl. Wein aus. Siehe auch Rubrik Restaurants.

Devisen: In Rumänien wird im Alltag nur mit Rumänischen Lei (RON) bezahlt. D.h., Sie müssen Geld wechseln und das am besten im Land und nicht in Deutschland, wo der Kurs mehr als hundsmiserabel ist. Wechselstuben (Casa de Schimb) sind überall an jeder Ecke, jedoch gibt es Unterschiede bis zu 15 %. Die besten Kurse erhalten Sie in der Calea Mosilor, von der U-Bahn Station Obor stadteinwärts auf den ersten 200 Metern rechts und links. Aber auch hier lohnt der Vergleich. Gehen Sie in mehrere Wechselstuben und schauen sich den Kurs auf dem Kurszettel an. Achten Sie darauf, dass keine Provision verlangt wird (0 % Commision). Wenn Sie der Geldwechsler mit dem guten Kurs wegschickt, dann liegt es nicht an Ihrer Frisur, sondern, dass er keine Lei hat, also "temporär ausverkauft" ist. In der nächsten Stube probieren. Für das Geldwechseln benötigen Sie einen Personalausweis.

Einkaufen: Führend ist die Bucuresti Mall, ein westliches Shoppingcenter mit westlichen Preisen. Das zweitbeste Center ist Unirea am Unirii Platz. Im sehr verwinkelten Obor findet man viele Kopien bekannter Marken. Mittlerweile entstanden überall in Bukarest neue Malls.

Einreise: Für Deutsche reicht der Personalausweis, da Rumänien seit 2007 in der EU ist. Rumänien ist aber noch kein Schengen-Land, es gibt weiterhin Passkontrollen!

Hunde: Hunde und Katzen sehen Sie überall. Die Hunde sind herrenlos, werden aber von den Einwohner der Umgebung gefüttert (und auch ggfs zum Tierarzt gebracht) und bewachen dafür die Umgebung. Speziell nachts können die Köter zu Fremden aggressiv sein- es ist bereits vorgekommen, dass sie jemanden totbissen. Besser Abstand halten! Auf jeden Fall sind sie verlaust. Kinder bitte von großen Hunden unbedingt fernhalten. Die Hunde können übrigens perfekt Strassen überqueren, nirgendwo sieht man einen Kadaver, die wissen alle, wie man es macht. An großen Kreuzungen warten sie an der Ampel und gehen mit Fußgängern über die Straße.

Kino: Die Filme werden im Original mit rumänischen Untertiteln gebracht, wer also schon immer mal Sergej Eisenstein in russischer Sprache erleben wollte, kann das in einem Bukarester Programm Kino erledigen. Die Preise liegen je nach Kino zwischen zwei und 3,30 Euro. Das aktuelle Programm finden Sie in dem A5 Heft "SapteSeri", das überall gratis ausliegt.

Lärm: Lärm ist ein echtes Problem. Dem Bukarester scheint es nicht zu stören, aber überall ist es laut. Im bestem Restaurant Balthazar ist es auch auf dem stillen Örtchen ohrenbetäubend, im Taxi, im Supermarkt, im Shopping Center, in den Parks, in Wohnungen auf der Strasse. Lärm ist immer und immer viel zu viel.

Links: Unser Freund Cosmin Suciu hat sich die Mühe gemacht und empfehlenswerte Rumänienlinks gesammelt

Museum: Das Peasant-Museum ist sehenswert! Weitere Museen werden in "Bucharest in your pocket" beschrieben. (Am Kiosk erhältlich)

Oper: Die Oper hat einen ausgezeichneten Ruf und die Preise sind lachhaft. Der billigste Sitzplatz kostet 5 Euro, die besten Karten 20 Euro.

Online: An jeder Ecke gibt es Internetcafes, jedoch sind diese nicht gerade "classy". Sie sind dunkel und verraucht und bieten meist eine schlechte Übertragungsrate. AOL und t-online bietet lokale Einwahlpunkte, wobei zumindest mit AOL die performance schlecht ist. Sie können sich Stundenpakete von PC-Net kaufen (in vielen Mobilfunk- oder Computerläden, auf Aufkleber am Schaufenster achten), es kommt aber immer noch die lokale Einwahl dazu oder wenn Sie rumänische Freunde haben, die Connex Vertragskunden sind, fragen Sie nach den Zugangsdaten für x-net, der Zugang ist kostenlos und vor 22 Uhr akzeptabel schnell.

Märkte: Sehenswert sind die rumänische Märkte. Auf Ihnen bietet der Bauer aus der Provinz seine Ernte an. Das Angebot ist absolut jahreszeitenabhängig. Vieles ist noch öko, da Pestizide teuer sind. Unbedingt alles Wertvolle gut festhalten. Selbst kampferprobte Rumänen sind äußerst umsichtig, um sich nicht bestehlen zu lassen. Taschendiebstahl ist sehr beliebt auf den vollen und engen Märkten. Uns gefiel am besten der Markt in Sektor 6, man fährt ca. 20 Minuten (7 Euro) mit dem Taxi von der City. Dem Taxifaher sagen: "Piazza Moggiorosch" (Piata Moghioros). Wer die Zeit nicht investieren mag, geht nach Bukur Obor. Hinter dem Shopping Center ist ebenfalls ein großer, sehenswerter Markt.

Restaurants: Vorab - Bukarest ist keine Feinschmeckermetropole. Erwarten Sie nicht zuviel! Wir geben Ihnen hier eine Auswahl einiger, von uns getesteter Restaurants.

    Unsere persönliche Hitliste: 1. Balthasar, 2. La Provence, 3. Hilton.

  • Amsterdam Grand Cafe. Internationale Küche. Man isst, um sich zu ernähren. Akzeptabel.
  • Balthasar: Fusionküche auf gutem Niveau. Das leckerste, was wir in Bukarest finden konnten. Für deutsche Verhältnisse preiswert. Extrem schneller Service der Küche, die nur männlichen und offenbar nicht ausgebildeten Kellner sind stets bemüht, die Wünsche der Gäste zu erfüllen. Schlechte, offene Weinauswahl, manchmal ohrenbetäubende Musik. Gläser und Bestecke sind so ziemlich die hässlichsten, die wir je gesehen haben, während das Haus behutsam von einem Innenarchitekten saniert sein muss.Von der Küche her ok, Rest stimmt nicht. Hübscher Garten, schöne Location. Meeting Point der Wichtigen in Bukarest. Der rumänische Küchenchef hat lange in Frankreich gearbeitet.
  • Banat: Im Hotel Banat, nähe Universitate. Akzeptable rumänische Küche.
  • Burebista Mosilor: Nicht hübsch, aber anständig zubereitete rumänische Gerichte. Riesenportionen!
  • Casa Vernescu: Der israelische Küchenchef kocht anständig. Internationale und rumänische Karte. Alles lecker und auf gutem Niveau, wenn auch nicht spektakulär. Im gleichem Haus ein Spielkasino (Casino Palace).
  • China Restaurants: Nicht hingehen! Fettig, nicht lecker, nicht authentisch. Schlimm!
    Gilt auch für den Vietnamesen "Thang Long" und für das Thai Restaurant "Jasmine".
  • Hanul Hanitei: Ganz kleines Restaurant in der Altstadt, korrekt zubereitete rumänische Gerichte.
  • Hanul lui Manoc: Eines der ältesten Gebäude in Bukarest, sehenswert, aber zum Essen unbedingt woanders hingehen.
  • Kyoto: Exzellente Japaner auf Großstadtniveau, leider auch in den Preisen. Empfehlenswert.
  • LaMama: Simple rumänische Küche zu günstigen Preis. Treffpunkt von jedermann. 3x in der Stadt.
  • La Provence. Französisches Restaurant mit den besten Kellnern in Bukarest. Professioneller, liebenswürdiger Service. Essen ist gut und lecker und die Portionen sind groß. Für Bukarest teuer, für uns günstig. Vorab auf Terrasse reservieren, in der Saison Mückenspray nicht vergessen! Dezente Musik, was sehr selten in Bukarest ist.
  • La Strada - Terrasse im Hilton. Man sitzt nett, das Personal ist freundlich, das Essen ist gut, aber relativ teuer. Nach Kyoto das zweitteuerste Restaurant. Der Kaffee ist Klasse!
  • Marriott Pizzeria Cucina. Leckere Pizza und Pasta, die anderen Gerichte lieber meiden. Sehr tagesformabhängig. Kaffee ist okay.
  • Paradis: Kleiner schmuddeliger Libanese mit günstigen Lunch Angeboten. Nicht wichtig, die Fallafel beim Fastfood "Mama" am Unirii Platz gegenüber dem Shopping Center ist um Klassen besser, aber auch etwas teurer.
  • Pizza Hut. Sehr billig in jeder Beziehung.
  • Ruby Tuesday: Amerikanische Kette. Nicht teuer, aber nicht lecker. Selbst das Salatbuffet ist fad. Besser meiden.
  • Sofitel: Nichts mit französischen chic. Schlecht ausgebildete Kellner, schmutziges Besteck, Köche ohne Ahnung, die Entenbrust wurde durchgebraten bis zum Exzess, Brot wird mit 80.000 Lei, (2,20 Euro) berechnet, 16 x soviel wie woanders. Peinliche Visitenkarte Frankreichs in Bukarest. Und wir waren am 4.Juli da!
  • Weitere seriöse Restaurants und die Adressen zu obigen Restaurants findet man in dem Heft "Bucharest in your pocket", das zweimonatlich für ca. 3 Euro in Hotels oder guten Zeitschriftenständen erhältlich ist. Die Restaurantbesprechungen sind etwas anzeigenlastig, ansonsten aber akzeptabel.

    Die Küchenszene ist recht lebendig und ständig kommt etwas Neues, auch wenn insgesamt noch sehr viel Nachholbedarf besteht. Offene Weine sind häufig nicht besonders gut, das Bier dagegen ist günstig, der halbe Liter ab 2 Euro und steht unseren Bieren meist in nichts nach. Wer lecker essen gehen will, sollte ins Balthazar (Menü ca. 60 Euro inkl. Wein für zwei), für uns die beste Adresse. Wir würden 13-14 Gault Millau Punkte vergeben, das zweitbeste ist das La Provence mit 12-13 Punkten. Als Alternative können wir noch die Gastronomie des Hiltons empfehlen. Der englische Küchenchef Martin White hat seine 42 Köche gut im Griff, der Service ist freundlich, wenn auch nicht immer der professionellste, aber das Essen gut, wenn auch etwas teurer als im Balthazar. 75% der Posten in der Küche sind bei dem 41jährigen Southhamptoner mit Frauen besetzt. Übrigens, wer Chef Martin was Gutes tun will, bringt ihm eine "Times" mit, die vermisst er am meisten in Rumänien.

Service: Service ist ein Problem. Normalerweise gibt es keinen. Und die Rumänen schauen und handeln oft, als ob sie einen gleich umbringen wollen. Das ist aber gar nicht so. Schon ein Lächeln und die Situation ist entspannt. Rumänen sind eigentlich ausgesprochen liebenswürdig, wenn sie einen erst einmal kennen gelernt haben und geben gerne. Aber vorher...

Sprache: Rumänisch ist eine lateinische Sprache, vielleicht dem katalanischen am verwandtesten. Es wird aber viel Englisch gesprochen, jedoch sind die meisten Rumänen zuerst sehr schüchtern, lernen Sie ein paar Brocken rumänisch, dann wird kauderwelsch gesprochen.

Statistik: Das Mindesteinkommen sind 98 Euro, das durchschnittliche netto Einkommen liegt bei 270 Euro, die Inflation betrug in 2007 knapp 7% mit fallender Tendenz. Noch 1993 hatte Rumänien fast 300 % Inflation. Der durchschnittliche Fernsehkonsum beträgt in Rumänien 4,5 Stunden, in Bukarest sogar 5,5 und auf dem Land 3,5 Stunden pro Tag.

Straßenkinder: Straßenkinder sehen Sie nur noch selten in Bukarest. Verschiedene - auch internationale - Hilfsorganisationen kümmern sich um diese Kinder, mit fast keinem Erfolg. Die Kinder scheinen kaum resozialisierbar zu sein. Die Angebote werden nicht angenommen. Leider. Fast alle der Kinder schnüffeln Aurolac, ein billiges Lösungsmittel, und sind davon abhängig. Bitte geben Sie den Kindern kein Geld, sondern kaufen Sie ihnen lieber ein Brot oder ein Stück Kuchen oder eine Flasche Wasser.

Straßenverkehr: Die hiesige StVO gilt nur dann, wenn ein Polizist in der Nähe ist. Ansonsten gibt es keine Regeln! In der Einbahnstrasse, an der ich wohne, fahren mehr Autos in die falsche Richtung als in die erlaubte. Trotzdem sieht man tagsüber fast nie Unfälle. Nachts soll es jedoch wegen überhöhter Geschwindigkeiten recht gefährlich sein. Auf Zebrastreifen Sichtkontakt mit  den Autofahrern herstellen!

Taxi: Die Preise für Taxifahrten sind fast ein Witz, nie teurer als 5 Euro in der Innenstadt. Es gibt verschiedene Taxifirmen, die unterschiedlich abrechnen. Aber immer muss man aufpassen, nicht betrogen zu werden. Man sollte nur Firmentaxen nehmen (also solche, wo groß ein Firmennamen draufsteht, z.B Cristaxi, Cobalcescu, Perozzi, Merian, Tess, XXL-Taxi, Rodell, Apolodor, Prof) und wo der Kilometerpreis ausgeklebt ist und der Taximeter sollte gut sichtbar angebracht sein. Taxis, die keine Firmentaxis sind, rauben einen unter Umständen aus. Nicht einsteigen! Wegschicken! Wobei auch einige Company Taxifahrer oft mal einen Schwenk fahren. Wenn Sie sich unsicher sind, anhalten lassen und ein anderes Taxi nehmen. Rumänische Taxifahrer bestimmen selber gerne ihr Trinkgeld selber und runden gerne auf. Wenn Sie das nervt, halten Sie ausreichend Kleingeld parat und zahlen, was auf dem Taximeter steht. Leider haben Taxifahrer selten Manieren, "Bitte rauchen Sie nicht" heißt "warogg, no fumazii!" und "Bitte stellen Sie das Radio leiser" heißt " Warogg, ünkiedetzi Radio!" Ach so, oft kennen die Taxifahrer auch die Straßen nicht. Wenn Sie irgendwohin wollen, lassen Sie sich von dort erklären, was Sie dem Taxifahrer sagen sollen, z.B. "Haus ist gegenüber der jordanischen Botschaft". Taxis, die vor guten Hotels stehen, sind deutlich teurer und haben oft keine gute Reputation.

Telefon: Obwohl der Markt seit Anfang 2003 liberalisiert ist, gibt es viel zu wenig Wettbewerb im Festnetz. ROMTEL, mittlerweile im Besitz der griechischen OTE, ist weiterhin Monopolist mit ziemlichen hohen Auslandspreisen und für uns niedrigen lokalen Preisen. Ortsgespräche kosten von privaten Haushalten ca. 2 Euro/Stunde, Auslandsgespräche jedoch ca. einen Euro/Minute, mit 180 Sekunden Takten. Wer also zuhause anrufen muss, kann sich die Voice (Voce) Karte von PC-net holen, Gespräche kosten dann noch 10-15 Cent/Minute). Mobiltelefone sind in Rumänien äußerst beliebt, 17 Millionen Rumänen haben mittlerweile eins dieser teuren Geräte. Es gibt vier Netze. Die drei GSM Netze Connex (Vodaphone), Orange und CosmoRom (Romtel), sowie Zapp auf einer 450 Mhz Frequenz. Connex und Orange bieten für 7 Euro eine Prepaid SIM mit Startguthaben an. Gespräche sind teuer, aber Anrufe, anders als bei Deutschen SIMs, gratis. Der Verkauf erfolgt unkompliziert ohne Registrierung, meist dürfen Sie sich eine Nummer aus den vorhandenen Karten selber aussuchen. Cosmorom will in diesem Jahr den operativen Betrieb aufgrund Erfolglosigkeit einstellen.

Tips: Werden überall gerne gesehen, sollten aber schon nach Leistung gestaffelt sein. Die Regeln sind mehr oder weniger wie in Deutschland. Bei Kreditkartenzahlung bitte nicht den Tip auf die Kreditkarte schreiben, kassiert sonst der Boss, sondern bar dem Kellner geben.

Wohnen: Hotels sind in Bukarest nicht gerade preiswert, gut sind das Marriott und Hilton in der Innenstadt, das Intercontinental ist nur ganz harten Masochisten zu empfehlen, das Crown Plaza und Sofitel liegen etwas abseits. Im Viersterne Bereich gefiel uns das Parliament Hotel mit Blick auf Ceaucescus Palast, ein Möchtegern Designer Hotel in türkischen Besitz. Eine Minisuite kostet ab 89 Euro inkl. Frühstück, ein Doppelzimmer auch. Neu ist das Hotel Majestic, wobei die Zimmereinrichtung nicht überzeugt.

Zeitungen & Zeitschriften: Die englischprachige Tageszeitung "9 o'clock" ist nicht überall erhältlich, ebenso der Führer "Bucharest in your Pocket", der alle zwei Monate erscheinende und von uns empfohlene Guide, der aber oft sehr freundlich mit seinen Inserenten umgeht. SapteSeri und B24 Fun sind die Veranstaltungshefte für eine Woche, überall gratis. Speziell ist das "expat magazine", aber sehr unterhaltend! Englischsprachige Wirtschaftsmagazine, die kostenlos auslegen, haben oft auch Restauranttipps, ebenso die Wochenendausgabe der 9 o'clock.

Zum aktuellen gourmet-report.de

Bitte mailen Sie uns Ihre Erfahrungen und neue Tipps - email Adresse --> siehe Impressum  

 
     
     
 

Weitere Links

Air Berlin Business - Gentechnik - Airline-Test - Heiße Stein - Berliner Köche

Bukarest - Ralf Zacherl - witzigmann.at - Incentives - Four Seasons

Apfelessig - Berliner Hotels - Flugpassagiere - Tele 5 Traveler - Feinschmecker

Fettkunde - Singapurer Luxus - Beste Weine - Beste Airlines